Die Wiener Fiaker gehören seit Jahrhunderten zum Herzschlag unserer Stadt. Als Wiener Traditionsbetrieb stehen wir nicht nur für unvergessliche Erlebnisse auf historischen Pfaden, sondern vor allem für die bestmögliche Fürsorge und Gesundheit unserer Pferde. Unsere Pferde sind für uns keine Nutztiere – sie sind Partner und Familienmitglieder.
Garantierte Erholungszeiten: Max. 18 Arbeitstage pro Monat – mindestens 3 volle Tage pro Woche mit freiem Paddock-Auslauf.
Frisches Wasser vor Ort: Nach jeder Fahrt werden unsere Pferde an den Standplätzen getränkt.
Verlässlicher Hitzeschutz: Gesetzliches Hitzefrei ab 35 Grad Cels. (Messstelle ZAMG Innere Stadt).
Lückenlose Kontrolle: Vollständige Kennzeichnung mit ISO-Mikrochip, amtliches Fahrtenbuch und regelmäßige Kontrollen durch Amtstierärzte der Stadt Wien. ( Gesamt ca. 2000 Kontrollen an Fiakerpferden in Wien)
Mythos: „Stadtarbeit bedeutet dauerhaften Stress für die Pferde.“
Fakt: Wissenschaftlich widerlegt. Laut der Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien (2024) liegt die mittlere Pulsfrequenz in der Stadt 36 S/min exakt auf dem Niveau wie im Heimatstall 36 S/min. Die Arbeit stellt für ausgebildete Pferde keine physiologische Überforderung dar
Mythos:"„Pferde stehen nur in dunklen Boxen ohne Bewegung.“
Fakt: Garantierter Paddock-Auslauf. Die Fiakerpferde arbeiten maximal an 4 Tagen in der Woche. An allen freien Tagen stehen ihnen Sand- und Schotterpaddocks mit Futter und Schattenbereichen zur Verfügung
Fakt: Spezialbeschlag und gedämpftes Gangbild.
Im Wiener Fiakerdienst kommen modernste Hufbeschläge mit stoßdämpfenden Einlagen und Spezialstollen/Grip zum Einsatz.
In der Studie zeigte sich bei den Bewegungsanalysen ein völlig entspanntes Gangverhalten:
Über 95 % der Pferde gingen beim Anfahren entspannt und ohne Anzeichen von Gangunregelmäßigkeiten los.
Anzeichen von Nervosität wie „Tänzeln“ 4,8% oder Ungeduld/„Scharren“ 14% kamen im Stall sogar häufiger vor als im Stadtbetrieb.
Mythos: „Die Stehzeiten an den Standplätzen sind für die Pferde purer Stress und Lärmbelastung.“
Fakt: Stehzeit ist Erholungszeit.
Die Wartezeit am Standplatz dient den Tieren als Ruhephase.
Die Blinzelfrequenz (ein feines Barometer für akuten Stress) zeigte in der Stadt mit durchschnittlich 17 Schlägen/Minute einen entspannten Wert.
Verhalten der Tiere: Bei 99,0 % der Messungen am Standplatz zeigten die Pferde entspannte Ohren und bei 88,5 % entspannte Lippen.
Zudem gab es in der Stadt bei den Lautäußerungen zu 100 % positives Schnauben – ein wissenschaftlich nachgewiesener Indikator für Wohlbefinden und Entspannung beim Pferd.
Mythos: „Das Zusammenspannen zweier Pferde ist eine erzwungene Zweckgemeinschaft ohne Rücksicht auf das Tierwohl.“
Fakt: Starke Bindung bringt Sicherheit
(Emotional Contagion).
Die Wiener Betriebe arbeiten mit festen Gespannpaaren. Die Pferde kennen und vertrauen einander.
Die Studie weist nach, dass sich die Vital- und Herzfrequenzparameter innerhalb eines Gespanns signifikant stärker ähneln als im Vergleich zu fremden Pferden.
Gegenseitige Beruhigung: Die Tiere suchen in der Stadt aktiv die Nähe ihres Partners (geringer Kopfabstand zur Mittelstange). Dieser Körperkontakt wirkt beruhigend und reduziert Stress im Straßenverkehr.
Mythos: „Jeder darf Fiaker fahren, und die Pferde werden untrainiert in den Verkehr geschickt.“
Fakt: Strenge Befähigungsnachweise und Eignungsgutachten.
Pferdeeignung (§ 12 Abs. 3a W-FP): Vor dem ersten Einsatz muss ein amtliches Gutachten eines staatlich geprüften Gespannfahrlehrers vorgelegt werden, das die Eignung, den Trainingszustand und ein ruhiges Wesen des Pferdes bestätigt.
Kutscherausbildung (§ 6 W-FP): Fahrer müssen eine fachliche Praxis nachweisen sowie eine kommissionelle Prüfung ablegen (inkl. Prüfungsteilen zu Veterinärmedizin und Tierschutz).